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Sitten und Gebräuche in Thailand

Verhaltensregeln in Thailand

Als Farang (Fremder) in Thailand sind die dortigen Sitten und Gebräuche nicht immer einfach einzuhalten. Das Land ist stark religiös geprägt, vor allem durch Buddhismus und Volksglauben. Dazu kommen gesellschaftliche, fremdartige Sitten. Glücklicherweise ist der Thai sehr freundlich, höflich, tolerant und gerade in den Welt-, Groß- und Touristenstädten an westliche Gepflogenheiten gewöhnt. Mancherorts wendet der Thai diese sogar selbst an, um sich kosmopolitisch zu zeigen. Jeder Ausländer gut beraten, die Sitten und Gebräuche vor seiner Reise nach Thailand zu studieren und sich im Zweifelsfall an dem Verhalten der Thais zu orientieren. Ganz wichtig: lächeln. Es hilft bei unbekannten Gebräuchen und signalisiert Freundlichkeit und Offenheit. Nachstehend einige typische Sitten und Gebräuche.

Korrekt kleiden

Es gibt viele Sitten für rechtes Benehmen, für Frauen gelten zusätzliche Gebräuche. So dürfen sie Mönchen nicht zu nahe kommen, nicht neben ihnen sitzen, ihnen nichts direkt überreichen und sie keinesfalls berühren. Die Kleiderordnung in buddhistischen Heiligtümern schreibt vor: keine Shorts, kein Minirock, kein bauchfreies T-Shirt, möglichst keine Tops. Auch die Herren sind gut beraten, sich anständig zu kleiden. Die Thais legen Wert auf angemessene Kleidung. Das gilt auch am Strand: Frauen zeigen sich nicht ohne Oberteil, beide Geschlechter nur bekleidet.

Respektvoll handeln

Es wird stets nach den Mönchen gegessen, auch sollte man ihnen wie älteren Menschen respektvoll mit Abstand folgen. Die Schuhe werden in den Tempeln ausgezogen, ebenso in Privathäusern und vielen Büros. Der Thai setzt sich gern zum Essen oder geselligen Beisammensein auf den penibel sauberen Boden. Die Türschwelle wird nie berührt, denn es könnte die Geister verärgern - hier treffen sich religiöse, praktische und volkstümliche Glaubensteile. Manche Sitten sind uns vertraut: heilige Gegenstände respektvoll behandeln, auf Buddhastatuen nicht herumklettern, antike Statuen nicht exportieren, in Tempeln nicht filmen und fotografieren, bei Aufnahmen von Menschen erst deren Einwilligung einholen.

Die Ehrerbietung vor Menschen, heiligen Gegenständen, dem Alter und Höhergestellten ist in Thailand groß. So gibt es Sitten zur Begrüßung: Mit dem Wort Sawasdee oder Sawadee wird der Wai, der traditionelle Gruß, ausgeführt. Die Hände werden vor Brust oder Gesicht zusammengelegt, man verbeugt sich leicht. Doch ändern sich die Gebräuche je nach Gegenüber: Für König und Ranghöchste liegen die Hände an der Stirn, für sonstige Höherrangige in Kinnhöhe, ansonsten vor der Brust. Der Jüngere und/oder Rangniedrigere grüßt zuerst. Als Farang müssen Sie diese Sitten und Gebräuche nicht imitieren, da leicht Fehler passieren. Ein Lächeln ist sicherer. Westlich orientierte Thais schütteln Ihnen auch die Hand. Zu den Sitten der Thais gehört der hohe Respekt vor der Königsfamilie. Tritt der König (auch im Fernsehen) auf, wird im Kino gezeigt oder wird die tägliche Nationalhymne gespielt, steht der Thai auf; Falangs sollten dies nachahmen.

Zurückhaltend auftreten

Die Gebräuche für Einladungen und Trinkgelder in Thailand sind kompliziert. Es zahlt der Einladende, ansonsten der Ranghöchste. Trinkgeld wird nur teilweise erwartet. Dann sollte es mindestens zehn Prozent betragen. Zu den Sitten in Thailand gehört es, Geschenke bis zu drei Mal abzulehnen, diese dann vorerst ungeöffnet beiseitezulegen. In Thailand wird leise gesprochen, Haltung und Umgangsformen sind dezent, Sie hören keine Wutausbrüche und keine laute Kritik. Zur Anrede werden die Vornamen zusammen mit dem geschlechtsneutralen Khun benutzt. Weitere Gebräuche: Niemals jemanden am Kopf berühren, auch nicht Kinder und Babys. Der Kopf ist der wertvollste Körperteil und Sitz des Geistes. Außerdem darf der Fuß als niedrigster Körperteil sowie der Finger nie auf jemanden zeigen.

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