your site title here

hue

Hue

Hue in Zentralvietnam am Parfümfluss gelegen

Die Stadt in Zentralvietnam hat etwa 300.000 Einwohner und liegt am Parfümfluss, auf vietnamesisch Huon Giang genannt. Der Fluss hat zwei Quellflüsse und ist auch unter den Bezeichnungen Fluss der Wohlgerüche und Duftfluss bekannt. Er fließt sehr langsam, seinen Namen hat er vermutlich von den vielen Pollen und Blüten, die im Frühjahr auf dem Wasser treiben, und von den geruchsintensiven Edelhölzern, die auf dem Fluss transportiert werden. Die berühmte siebenstöckige Thien Mu-Pagode bei Hue steht am Ufer des Parfümflusses, und die Flussinsel Con Hen ist ebenfalls Ziel von Ausflügen.

asiago-topseller

Vietnam Reisen und
Kombinationen

vietnam-beach-01
Reisen & Kombireisen
mit einem Strandurlaub
an Traumstränden

Vietnam Rundreisen
und Baden

vietnam-reisen
Verschiedene Rundreisen
in Vietnam und relaxen
an Traumstränden

Nonstop nach Vietnam
zu Ihren Rundreisen

viet-air
Fliegen Sie nonstop mit Vietnam Airlines zu Ihren Rundreisen & Baden

Angkor Wat & Rundreise
Vietnam und Baden

vietnam-angkor-wat-01
Besichtigung Angkor Wat und Rundreisen Vietnam
mit Strandurlaub
 

Taipeh City-Stop und
Vietman Rundreisen

taipeh
Kombinieren Sie Ihre Vietnam Rundreise mit einem Stop in Taiwan

Hongkong City-Stop und
Vietman Rundreisen

vietnam-hong-kong
Kombinieren Sie Ihre Vietnam Rundreise mit einem Stop in Hongkong

Singapur City-Stop und
Vietman Rundreisen

singapore
Kombinieren Sie Ihre Vietnam Rundreise mit einem Stop in Singapur

Bangkok City-Stop und
Vietman Rundreisen

bangkok
Kombinieren Sie Ihre Vietnam Rundreise mit einem Stop in Bangkok
 

Wolkenpass

In den Jahren zwischen 1802 und 1945 war Hue Hauptstadt Vietnams. Die Zitadelle der Stadt wurde nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in China mit einer abgeriegelten Stadt errichtet und ist seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe. Hue liegt am Südchinesischen Meer, es ist eine Hafenstadt nahe des Wolkenpasses, der eine Wetterscheide bildet. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Zitadelle der Verbotenen Stadt aus dem 19. Jahrhundert, die Thien Mu-Pagode aus dem 17. Jahrhundert, und die drei großen Kaisergräber von Minh Mang, von Tu Duc und Khai Dinh, die sich einige Kilometer von der Stadt entfernt flussaufwärts befinden.

Parfümfluss

Die Thien Mu-Pagode ist keine Pagode, sondern ein buddhistisches Kloster, die auf einer Anhöhe des nördlichen Ufers des Parfümflusses liegt. Natürlich hat das Kloster eine Pagode, nämlich den siebenstöckigen Phuoc Duyen-Turm. Diese Pagode ist die höchste in Vietnam. Die Gründung des Klosters ist legendär: Nachts soll auf dem Hügel eine alte Frau in einem langen roten Kleid und grünen Hosen gefunden worden sein und verlangt haben, im Namen der Gottheit, der dieser Ort gehöre, eine Pagode zu erbauen.

Sie verschwand in einer Wolke, und die Pagode hat den Beinamen „Pagode der himmlischen Frau“ bekommen. Die Gebäude wurden erstmals 1601 in einer sehr einfachen Konstruktion errichtet, wurden aber im Laufe der Jahrhunderte erweitert, ausgebaut, erneuert und immer wieder restauriert. Neubauten wurden hinzugefügt, so dass das Kloster inzwischen aus der Pagode, kleinen Pavillons, vielen Skulpturen, der Klosteranlage selbst, mehreren Hallen, einem Garten mit Bonsaibäumen und einer Garage mit einem alten Austin und einem Foto aus dem Jahr 1963 besteht. Das Foto befindet sich an der Windschutzscheibe des Autos und zeigt die Selbstverbrennung des Mönches Thich Quang Duc aus Protest gegen die Buddhistenverfolgung. Es ist der Austin, in dem sich der Mönch zu einer Straßenkreuzung in Saigon fahren ließ, wo er sich mit Benzin übergießen und anzünden ließ. Das Grabmal von Minh Mang befindet sich einige Kilometer flussaufwärts von Hue am Parfümfluss.

Daher lässt es sich, wie die anderen beiden Kaisergräber bei Hue, ganz gut im Rahmen einer Flussfahrt besichtigen. Kaiser Minh Mang war der zweite Kaiser der Nguyen-Dynastie und starb 1841. Er wurde bekannt, weil er sich stark gegen die Franzosen Vietnam engagierte und sich zum orthodoxen Konfuzianismus bekannte. Typisch für seine Dynastie waren die Bauernrevolten, mit denen er klarkommen musste, und ein Überfall Thailands auf den Süden Vietnams. Er galt und gilt als fähiger Herrscher, aber dank seiner konfuzianischen Gesinnung konnte Vietnam nicht modernisiert werden. Da seiner Ansicht nach christliche Missionare die einheimischen Bekehrten zu Aufständen aufstachelten, verfolgte er die Christen in Vietnam, verbot die Verbreitung neuer Religionen und tötete hunderte Christen, was letztendlich den Einfall Frankreichs in Vietnam rechtfertigte.

Nguyen-Dynastie und Tu Duc

Die Grabanlage wurde bereits zu Lebzeiten des Kaisers geplant, gebaut wurde sie in den 1840er Jahren. Sie ist von einer Schutzmauer umgeben und besteht aus 40 Bauten, die sich symmetrisch um eine 700 m lange Mittelachse ordnen. Tore, Ehrenhöfe, Pavillons und Seen sind ebenso zu besichtigen wie ein Tempel und der eigentliche Grabhügel. Die Bemalung der Bauten ist zum Teil ganz gut erhalten, Skulpturen und Reliefs zeugen von dem hohen Stand des Kunsthandwerks in Vietnam. Vor allem die Interieurs sind farbenprächtig ausgestaltet, lacküberzogenes Holz glänzt und verschafft einen Eindruck von der reichen Kultur der Nguyen-Dynastie. Die Grabanlage von Tu Duc ist anders gestaltet. Der Herrscher folgte Minh Mang nach dessen Sohn auf den Thron, er starb 1883 und ließ sein Grabmal bereits zu Lebzeiten errichten – sie wirkt wie ein großer Park mit Seen, viel Natur und ruhigen Plätzen, die den Rückzug erlauben. Der Kaiser nutzte den Garten bereits zu Lebzeiten zum Entspannen und meditieren. Das war offensichtlich nötig, denn seine Herrschaft begann mit einer Rebellion, die seinen älteren Bruder auf den Thron hätte bringen sollen. Konfuzianische Gelehrte gaben dem Aufstand eine religiöse Legitimation, aber Tu Duc konnte ihn mithilfe des Militärs niederschlagen.

Das Leben seines Bruders schonte er aufgrund der Intervention seiner Mutter. Eine Modernisierung Vietnams fand auch unter seiner Herrschaft nicht statt, er unterdrückte die Ausländer in Vietnam, was letztlich den Angriff Frankreichs aus dem Süden Vietnams heraus veranlasste. Die mit veralteten Waffen und einer antiquierten Strategie arbeitende Armee Vietnams hatte keine wirkliche Chance gegen die französischen Truppen, China wurde um Hilfe gebeten und der Sino-Französische Krieg begann, China verlor Vietnam an Frankreich. Innere Rebellionen folgten, Frankreich bekam den südlichen Großteil Vietnams als Cochinchina zugesprochen, als Dank der Hilfe gegen die Rebellen, der Rest des Landes stand unter französischem Protektorat – was einen weiteren Aufstand verursachte.

Tu Duc war der letzte Kaiser, der Vietnam unabhängig regierte, und er hatte keine Nachkommen. Denn dank einer Pockenerkrankung konnte er keinen Nachwuchs zeugen. Inmitten seines herrlichen Gartens liegt irgendwo hinter einem Tor sein Grab. Da die Beigaben so prächtig waren, sollte niemand den genauen Ort der Bestattung erfahren, die Angst vor Räubern war zu groß. Auch diese Anlagen bestehen aus Toren und Höfen, beherbergt Skulpturen und Malereien, Reliefs und Pavillons. Säulengänge bieten angenehmen Schatten – der Ort lädt zum Verweilen und Ausruhen ein. Das Grabmal des Khai Dinh ist über eine monumentale Steintreppe begehbar, die von Drachen gesäumt sind. Der zwölfte Kaiser der Nguyen-Dynastie wurde mithilfe der französischen Kolonialmacht zum Kaiser gewählt, er blieb Kaiser bis zu seinem Tod und war den Franzosen zu Willen. Die Grabanlage ist wirklich eindrucksvoll: Vier große Drachen säumen die drei parallel laufenden Steintreppen, die von großen steinernen Toren gekrönt werden, die wiederum Drachen und Flammenmotive tragen. Mandarinenhäuser und Obelisken sind stark verziert, ein Stelenpavillon wiederholt in kleinerem Format das Motiv der drachengesäumten Treppe. Skulpturen säumen die Wege, alle Flächen sind mit Steinen ausgelegt und mit Reliefs und Figuren geschmückt.

Der Palast selbst ist eine reine Demonstration von Reichtum und Macht, er ist farbenprächtig ausgemalt, Reliefs zieren alle verfügbaren Flächen, und Kaiser Khai Dinh ist in Porträt und Statuen überlebensgroß anwesend. Die Weiterreise führt über den Wolkenpass, vietnamesisch Hai-Van-Pass, der eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam bildet. Die Wetterscheide ist etwa 20 km lang und 496 m hoch, er führt über die Truong-Son-Berge, deren Ausläufer bis ans Meer reichen. Der Panoramablick vom höchsten Punkt aus ist atemberaubend, wenn der Pass nicht gerade in Wolken gehüllt ist (was, der Name legt es nahe, öfter vorkommt). Auch historisch bildete der Pass eine Grenze, nämlich zwischen den beiden Königreichen Champa und Dai Viet. Während des Indochinakriegs war der Pass umkämpft, ebenso während des Vietnamskriegs, denn er befindet sich schlicht in einer strategisch wichtigen Lage.

Vietnam Rundreisen mit AsiaGo