saigon

Ho Chi Minh Stadt

Saigon oder Ho-Chi-Minh-Stadt liegt nördlich des Mekong Deltas

Saigon wurde 1976 in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt, als Vietnam wiedervereinigt wurde. Im Ausland läuft sie allerdings nach wie vor unter dem Namen Saigon bekannt, und auch in Vietnam wird sie häufig so abgekürzt. Ho-Chi-Minh-Stadt liegt nur 19 m über dem Meeresspiegel, sie ist etwas nördlich des Mekong - Deltas am Ufer des Saigon-Flusses gelegen und besteht aus insgesamt 19 Bezirken. Einer davon heißt Cholon, das ist das Chinatown von Ho-Chi-Minh-Stadt. Cholon war früher eine eigenständige Stadt, verschmolz jedoch mit dem frühen Saigon. Etwa eine halbe Million Chinesen lebt hier, der Bezirk ist mehr oder weniger chinesisch gehalten mit eigenen Restaurants, Apotheken, Tempeln und Geschäften aus den verschiedenen Regionen Südchinas. Die Menschen haben zum Teil ihre Dialekte und Sitten behalten, auch im Vietnam des 21. Jahrhunderts. Den früheren Ruf des Vergnügungsviertel, den Cholon um 1900 hatte, ist das Viertel heute los, das Opium und andere Vergnügungen gehören der Vergangenheit an. In den 1950ern waren die engen, überfüllten Straßen Cholons Versteck der Viet Minh, später der NLF, und nach der Wiedervereinigung Vietnams waren die Chinesen stark unter den sogenannten Boatpeople vertreten.

 

Quan-Am-Pagode und Thien-Hau-Pagode in der Ho Chi Minh Stadt

Zwei religiöse Monumente, die auf jeden Fall sehenswert sind, sind die Quan-Am-Pagode und die Thien-Hau-Pagode, die beide in Cholon liegen. Die Quan-Am-Pagode wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, sie ist ein Tempel zu Ehren der Göttin der Barmherzigkeit. Die heilige Mutter und die himmlische Kaiserin A Pho steht im Zentrum der Haupthalle hinter einem Altar, im dahinter liegenden Hof wird einer Vielzahl von Gottheiten gedacht. Während alle möglichen Gläubigen die Quan-Am-Pagode aufsuchen, ist der Thien-Hau-Tempel überwiegend bei Frauen beliebt. Die Einheimischen verehren hier Me Sanh, die Göttin der Fruchtbarkeit, sowie Long Mau, die sich um die Mütter und ihre Neugeborenen kümmert. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)  hat tropisches Klima, die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 27° C. In der Regenzeit zwischen Mai und Oktober sind einige Stadtgebiete immer wieder überschwemmt, der Februar ist außerordentlich trocken. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)  hat eine lange Geschichte, die bis in das 1. Jahrhundert zurückgeht. Damals stand an dieser Stelle ein Fischerdorf der Khmer, Vietnamesen gab es in der Region noch nicht. Die Herrschaft über das Gebiet hatte das Reich Funan, das etwas im Westen liegt. Funan wurde von den Kambuja eingenommen, die später in Angkor aufgingen – im heutigen Kambodscha. Erst im 17. Jahrhundert eroberten die Vietnamesen aus dem Norden den Ort, der in Saigon umbenannt wurde. Erst seit 1986 entwickelte sich Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)  zu dem Wirtschafts- und Finanzzentrum, das es heute ist. Nicht zuletzt dank der kolonialen Vergangenheit hat Ho-Chi-Minh-Stadt ( Saigon)  einige beeindruckende Bauten zu bieten. Das 1899 eröffnete Stadttheater gehört zweifelsohne dazu – hier war kurzfristig in den 1950er Jahren die Nationalversammlung untergebracht.

Sehenswürdigkeiten in der Ho Chi Minh Stadt

Traditionelle vietnamesische Musik sowie klassische Theaterstücke kann man dagegen im Hoa Binh-Theater genießen. Im Historischen Museum der Stadt werden Artefakte und Gemälde zur Geschichte Vietnams ausgestellt, Buddha-Bildnisse aus ganz Asien sowie Cham-Kunst sind zu sehen. Das Kriegsopfermuseum beschäftigt sich mit der vergleichsweise neueren Vergangenheit Vietnams: Panzer, Flugzeuge und Waffen, die von der US-Armee erbeutet wurden, sind ausgestellt. Die Fotogalerie ist den Kriegshandlungen gewidmet, Napalm, Agent Orange und Agent Blue werden im Einsatz sowie in den Folgen und Spätfolgen gezeigt. Auch das Revolutionsmuseum im früheren Palast des Cochinchina-Gouverneurs ist dem Vietnamkrieg gewidmet. Das Ho-Chi-Minh-Museum beschäftigt sich ebenfalls mit Fotografien, Artefakten und Dokumenten der kriegerischen jüngeren Vergangenheit. Ein Kunstmuseum ist kommerziellen Kunstwerken gewidmet, zeigt auf einer weiteren Etage revolutionäre Politkunst sowie auf einer dritten Ebene eine Sammlung von Statuen der Oc Eo und der Cham, die beide Minderheiten in Vietnam darstellen.

Hauptpostamt und die Kathedrale Notre Dame

Sehenswert sind die westlichen Bauwerke der Stadt: Das Hauptpostamt oder Alte Postamt wurde zwischen 1886 und 1891 errichtet, Gustave Eiffel entwarf es – der Mann, der auch für den Eiffelturm verantwortlich zeichnet. Auch das ehemalige Rathaus ist ein Kolonialbau, es stammt von 1906 und verbindet korinthische Säulen mit klassischen Figuren. Heute wacht eine Statue von Ho Chi Minh mit einem Kind auf dem Schoß über einen kleinen Park, der vor dem Gebäude angelegt ist. Die neoromanische Kathedrale Notre Dame wurde zwischen 1877 und 1883 errichtet. Sie das Zentrum der katholischen Kirche Südvietnams und bietet allsonntäglich Messen in englischer Sprache.

1909 errichtete die kantonesische Gemeinde des damaligen Saigon die Jade-Pagode. Diese Pagode wird oft als Jadekaiser-Pagode oder Pagode des Jadekaisers bezeichnet. Das absolut sehenswerte Gebäude ist voller Statuen und von Schnitzereien bedeckt, hier werden taoistische und buddhistische Gottheiten gleichermaßen verehrt, Gottheiten und Helden sind nebeneinander dargestellt. Der Hof des Gebäudes ist von Blumen gesäumt und im Teich leben Schildkröten, die der Pagode den Beinamen „Schildkrötenpagode“ gaben. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)  hat einige öffentliche Parks: Der Botanische Garten hat viele tropische Pflanzen in seinem Repertoire, ein Zoo sowie ein Aquarium und ein Vergnügungspark liegen darin. Hier kann man einen ganzen Tag verbringen und sich ausschließlich mit der Natur Vietnams befassen. Kamele, Elefanten, Krokodile, Großkatzen und Komodo-Warane leben hier. Im Binh Quoi Cultural Village, ebenfalls in einem gleichnamigen Park gelegen, lernen Besucher die Lebensart Südvietnams kennen. Angeln, Kanutouren, Bootsfahrten und Ausflüge mit dem Fahrrad sind hier möglich.

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