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Hanoi

Sehenswürdigkeiten und Informationen über Hanoi

Hanoi ist die Hauptstadt Vietnams und die älteste noch bestehende Hauptstadt Südostasiens. Sie wurde als Zitadelle im Jahr 1010 gegründet und hatte eine recht wechselhafte Geschichte inklusive mehrerer Namensänderungen während der verschiedenen Dynastien. In der Nguyen-Dynastie zwischen 1802 und 1945 war Hue Hauptstadt von Vietnam, erst Ho Chi Minh machte die Stadt wieder zu Hauptstadt der Demokratischen Republik Vietnam. Während der Kämpfe im Indochinakrieg und später im Vietnamkrieg war Hanoi Kriegsschauplatz und wurde zu etwa einem Viertel zerstört. Dank der Lage Hanois im Delta des Roten Flusses, nur etwa 100 km von dessen Mündung entfernt, ist das Umland sehr fruchtbar.

 

Klima und Wetter in Hanoi

Das Klima von Hanoi ist subtropisch-monsunal, es gibt feuchte, heiße Sommer und milde, eher trockene Winter. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 21° und 27° C, es regnet in den Monaten Mai bis Oktober recht viel (Regenzeit). Die Altstadt wird auch Viertel der 36 Gassen genannt, die einzelnen Straßen sind mit den dort ausgeübten Handwerken assoziiert. Der Hoan Kiem See, übersetzt soviel wie Schwertsee, trennt die Altstadt Hanois von dem Viertel, das während der französischen Kolonialzeit entstand. Mit einer Länge von etwa 700 m entstand der See als Rückstausee des Roten Flusses und war früher sehr viel größer als heute. Die Bezeichnung des Sees geht auf eine Legende zurück, von der es viele Varianten gibt. Kern der Sage ist eine riesige, goldene Schildkröte, die in dem See lebte und einem Fischer ein magisches Schwert gab, das ihn unbesiegbar machte. Mithilfe des Schwerts wurde er König und dankte am See den Göttern dafür. Das Schwert wurde zu einem Drachen, der sich als Schutzgeist in den See stürzte. Zum Dank ließ der ehemalige Fischer auf einer kleinen Insel mitten im See von Hanoi den Schildkröten-Turm errichten bis heute ist es das Wahrzeichen von Hanoi.

Literaturtempel und Jadeberg Tempel

Auf einer Insel des Sees befindet sich auch der Jadeberg-Tempel, mit dem Rest von Hanoi durch die The-Huc-Brücke verbunden. Der Literaturtempel der Stadt beherbergt eine Sammlung von 82 Stelen, die seit 2010 UNESCO-Weltdokumentenerbe sind. Der Tempel besteht aus einem konfuzianischen Anlagenkomplex, der sich im Westen der Altstadt von Hanoi befindet und ist der bedeutendste Tempel dieser Art in Vietnam. Dabei ist die Bezeichnung als Literaturtempel irreführend: Es handelt sich weder um einen Tempel, noch um eine religiöse Anlage irgendeiner Art. Es handelt sich vielmehr um eine Akademie, die zwischen 1076 und 1915 den Söhnen der Aristokratie von Hanoi als Unterrichtsort diente. Errichtet wurde die Nationale Universität im Jahr 1076 auf dem Gelände in Andenken an Konfuzius. Die Anlage wurde mehrfach zerstört und immer wieder neu aufgebaut und restauriert. Es gibt mehrere Innenhöfe, Flachbauten, Skulpturen, überdachte Gänge, einen tatsächlichen Konfuzius-Tempel mit Allerheiligstem und Zeremonienhalle. Der Literaturtempel befindet sich etwas südlich der Zitadelle Thang Long in Hanoi und nimmt mit dem See der Literatur und dem Giam Park zusammen ein recht großes Areal ein.

Einsäulenpagode und die Zitadelle Thang Long von Hanoi

Ein weiteres Ausflugsziel ist die Einsäulenpagode, eines der außergewöhnlichsten Bauwerke Von Hanoi und Wahrzeichen. Oft auch als Ein-Pfahl-Pagode bezeichnet, findet sich diese älteste Pagode Hanois in nahezu jedem Reiseführer. Sie wurde ursprünglich 1049 von König Ly Thai Tong erbaut und bestand aus einem drei Meter langen Holztempel auf einem Baumstamm. Heute steht die Konstruktion auf einem Betonsockel und ragt aus einem See, der künstlich angelegt wurde. Zu den historischen Stätten von Hanoi gehört die Zitadelle Thang Long, die in der ehemaligen Kaiserstadt am Westufer des Song Hong lag. Als Kaiserhof diente sie zwischen 1010 und 1802 mehreren Dynastien und machte Hanoi zur Hauptstadt.

Das historische Areal war lange unbeachtet, bis an der Straße Hoang Dieu ab 2001 immer mehr Teile des Geländes wiederentdeckt wurden. Ein Jahr später begann man mit archäologischen Ausgrabungen, die bis heute andauern, und seit 2010 ist der Zentralbereich der Zitadelle UNESCO-Weltkulturerbe. Das sind etwa 20 ha der Gesamtfläche von Hanoi, die mit 140 ha angegeben wird. Die Geschichte der Zitadelle ist lang und wechselhaft, sie ist mit der Geschichte Vietnams eng verknüpft. Wirklich lohnenswert ist der Besuch der eigentlichen Zitadelle in Hanoi, östlich der Überreste von Thang Long. Das Zentraltor und das Nordtor sind interessant, letzteres hat Reliefs mit Inschriften. Der Flaggenturm ist ein Wahrzeichen von Hanoi und wird bis heute als Militärposten benutzt. Die Ausgrabungsfläche an der Hoang Dieu Straße 18 ist Besuchern im Moment nicht zugänglich. Aber der Kinh Thien-Tempel, der Pavillon der Prinzessin und die Einsäulenpagode können besichtigt werden.

Wasserpuppentheather von Hanoi und das Ho Chi Minh Mausoleum

Und auch der Literaturtempel gehört zum historischen Areal von Hanoi. Beliebt sind Besuche des Ho-Chi-Minh-Wohnhauses und des Ho-Chi-Minh-Mausoleums, die jedoch beide nur von außen besichtigt werden können. Einzigartig ist das Wasserpuppentheater, das es nur in Vietnam gibt. Die historische Wurzel dieser Theaterform ist nicht klar, aber ab dem 11. Jahrhundert ist das Wasserpuppentheater fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Vietnam. Die Kunst der Puppenführung wurde und wird innerhalb einer Familie weitergegeben, in den 1980er Jahren war sie fast ausgestorben. Eine französische Organisation erweckte die Tradition mit neuen Puppen wieder zum Leben. Seltene Touren durch alle Welt machen das Wasserpuppentheater bekannter, aber in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt kann man immer Aufführungen sehen. Ein kleines Orchester begleitet die Aufführungen normalerweise, und die Orchestermitglieder geben den Puppen ihre Stimmen. Die Bühne besteht aus einem Wasserbecken, woneben sich das Orchester platziert. Ursprünglich war dieses Wasserbecken wohl der Dorfteich oder ein kleiner See. Hinter einem Vorhang aus Bambus stehen die Akteure im Wasser, sie handhaben Puppen auf drei bis vier Meter langen Stangen. Im Wasserpuppentheater von Hanoi werden ländliche Szenen wie Fischfang, Flötenspieler und Bauern dargestellt, aber auch mystische Tänze und die vier heiligen Tiere.

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